Leben teilsaniert – Private Politics


Ein Kommentar

Frau Nahles – Sie sind dran!

Sehr guter Brief an Frau Nahles, bezüglich des menschenfeindlichen und Kapitalismusverliebten Prinzips welches die Jobcenter ausüben

altonabloggt

Schild eines Obdachlosen

Sehr geehrte Frau Nahles

Ich beziehe mich auf Ihr Schreiben vom 14. August 2015 betreffend des „Sanktionshungern“ durch Ralph Boes, vertreten durch Ihr Pressebüro, und möchte ein paar Anmerkungen hinzufügen.

Richtig festgestellt haben Sie, dass Ralph Boes in seinem Jobcenter Berlin-Mitte Lebensmittelgutscheine beantragt und diese auch erhalten hat. Weiterhin stellen Sie fest, dass das Jobcenter an die geltenden rechtlichen Bestimmungen gebunden ist und seine Aufgaben mit der gebotenen Umsicht und Gründlichkeit ausführt. Dass Boes für sein politischen Ziel seine Gesundheit aufs Spiel setzt und seine freie Willensentscheidung ist, kommentieren Sie damit, dass es nicht die Folge des Verwaltungshandelns sei.

Mann oder Frau kann nun zum „Sanktionshungern“ stehen, wie man möchte. Das entbindet weder Sie, noch uns als Gemeinschaft oder Souverän von der Verantwortung, der Menschenwürde verpflichtet zu sein. Zum Einen der ethischen Menschenwürde, zum Anderen der Menschenwürde nach dem Grundgesetz. Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ beschreibt es so: (…) Jeder…

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(mindestens) 10 Gründe, warum Arbeit ein wichtiges Thema für feministische Perspektiven auf Elternschaft ist

Arbeit, grade für uns Frauen nochmal ein spezielles Thema

fuckermothers

Denn: Der Tag der Arbeit steht ja vor der Tür.

  1. Unbezahlte Haus- und Pflegearbeiten: Diese Tätigkeiten zählen oft gar nicht zum Bereich der ‚Arbeit‘ bzw. gelten als ‚unsichtbare Arbeit‚. Auch wenn sich viele heterosexuelle Paare mit Kind heute als modern und gleichberechtigt verstehen, übernehmen Väter sehr viel seltener Aufgaben wie Putzen, Wäsche waschen, Kinder-ins-Bett-bringen, Suppe kochen bei Krankheit, etc. Dieses Ungleichgewicht wird dann oft als Zeichen aufopferungsvoller Liebe der Mutter romantisiert – oder als übertriebenes Sauberkeitsbedürfnis oder vermeintliches ‚maternal gatekeeping‚ zum weiblichen Problem verdreht.
  2. Unterbezahlte Haus- und Pflegearbeiten: Klassische Berufsgruppen der Care-Work – also Erzieher_innen, Krankenpfleger_innen, Hebammen, Putzkräfte, Altenpfleger_innen etc. – sind meist sehr schlecht bezahlt. In ihnen arbeiten überdurchschnittlich oft Frauen. Deshalb ist etwa der Streik der Kita-Erzieher_innen sehr wichtig. Ebenso sind die Forderungen des Netzwerks ‚Care Revolution‚ unterstützenswert. Die Wissenschaftlerin Gabriele Winker hat kürzlich ein gleichnamiges Buch zu dem Thema veröffentlicht.
  3. Befristete Verträge: Im…

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Silberdruck Weihnachtsgrüße von der Bundesagentur für Arbeit

Da platzt mir fast der Kragen wenn ich das lese, eklig diese Vorgaukelung von echter Hilfe… einfach ätzend

altonabloggt

Weihnachtskarte der BA Weihnachtskarte der BA

Weihnachten steht vor der Tür und ebenso zehn Jahre Hartz IV. Ein Grund für die Bundesagentur für Arbeit, per Golddruck, eine hochglänzende Weihnachtskarte an die Parteien, Fraktionen und Abgeordneten des Bundestages zu versenden. Dass Rot-Gold zu Weihnachten Tradition hat, kann als gegeben hingenommen werden. Dass nun aber Zahlen als Erfolgskolonnen per Weihnachtsgruß versendet werden, mutet zynisch und befremdlich an. So haben „12.000.000 mal Menschen einen Arbeitsplatz gefunden, 200.000.000 wurde mit Menschen über ihre Zukunft gesprochen, 1.200.000 Menschen sind weniger in der Grundsicherung, 200.000.000 Bescheide sicherten Existenzen, 10.000.000.000 Euro wurden in die Weiterbildung der Menschen investiert und 700.000 Langzeitarbeitslose weniger sind in der Grundsicherung.“ Zwar gibt die Bundesagentur für Arbeit zu, dass zehn Jahr Hartz IV kein Grund für ein Feuerwerk seien, jedoch durchaus ein denkwürdiges Jubiläum. Ähnliches findet sich in der Mitarbeiterzeitschrift „Dialog“ wider. Heinrich Alt, Vorstand der BA, resümiert die letzten zehn Jahre. Dabei…

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