Leben teilsaniert – Private Politics


Ein Kommentar

Sanktionsfrei.de

Gestern ist eine ganz tolle Crowdfunding (eine Gruppe sammelt Geld) Kampagne an den Start gegangen. Ich hatte vorher schon die Werbung mitbekommen aber dachte mir jetzt nicht das da so mega was tolles passiert weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte was da jetzt so krasses möglich wäre. Als ich dann gestern die Pressekonferenzankündigung bei Fb gesehen habe hab ich aber reingeschaut und war so sehr berührt das mir die Tränen gekommen sind.

Die Aktion heißt Sanktionsfrei.de und wird von Michael Bohmeyer von MeinGrundeinkommen, Inge Hannemann – wer kennt Sie nicht, und einem Anwalt Dirk Feiertag, der bei der Erwerbslosenhilfe aktiv ist, ins Leben gerufen. Es wird nun auf Startnext Geld gesammelt, eben mit der Crowdfundingkampagne. Wenn 75.000 € zusammen gekommen sind wird die Aktion starten, das Ziel sind 150.000 €.

Hier könnt Ihr spenden https://www.startnext.com/sanktionsfrei jeder Euro zählt

Und hier gibt es die Pressekonfernz zum anschauen ->

Warum ist das jetzt so toll. Das ist nicht nur toll, das ist Hammer, Mega, Genial, weil endlich Solidarität im großen Stil stattfinden kann für ALLE die es brauchen. Ich finde alleine die Idee das man sich an jemand wenden kann der mir praktisch hilft und nicht nur theoretisch – denn wer war noch nicht überfordert von Fomularen und Papierkrieg der Arge – phantastisch.

Außerdem muß es mehr Klagen geben um dieses System zu ändern oder zu stürzen, auch das wird mit dem Projekt geschehen weil es praktische Unterstützung dafür gibt und auch Rechtswidrigkeiten viel schneller aufgedeckt werden können (neben der meiner Meinung nach eh grundsätzlichen Grundgesetzwidrigkeit von Hartz4)

Außerdem fantastisch ist das was Micha B. im Video sagt: die Aktion bietet den Hartz4 Empfängern einen Schutzraum.

Das schlimme am Hartz4 System sind ja die Drohungen, die Erziehungsversuche einer Behörde gegen den Bürger, das Druck machen und Angst verbreiten. In jedem Brief von der Arge steht eine Drohung drin. Schon bevor überhaupt was stattgefunden hat wird man unter Druck gesetzt. Und damit bedroht das die eh schon sehr enge finanzielle Existenzgrundlage noch gekürzt werden soll. Kürzung also Sanktion heißt immer das es unter das Existenzminimum geht. Folge ist oft Schulden machen, nichts zu Essen, keine medizinische Hilfe, Wohnungslosigkeit usw.

Viele Hartz4 Empfänger sind inzwischen total mürbe, ausgelaugt, krank, fertig, mutlos… diesen Menschen möchte die Aktion Mut machen, und Sie möchte vorallem direkt unterstützen.

Einfach genial. Bitte teilt das, macht Werbung, jeder Euro zählt.


Hinterlasse einen Kommentar

Arbeitslose sollen wie Behinderte gefördert werden

Neues Konzept der Unionsfraktion gegen Langzeitarbeitslosigkeit: Einsteiger von Sozialpädagogen begleitet lassen, Sozialunternehmen aufbauen, Integrationsbetriebe ausbauen, Ein-Euro-Jobs beibehalten.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article142553162/Arbeitslose-sollen-wie-Behinderte-gefoerdert-werden.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_twitter

Alles klar, oder?

Immer wieder meine Frage, wo die Augenhöhe bleibt, und wie überheblich diese Politik ist und vorallem welches Menschenbild die CDU eigentlich hat… erschreckend immer und immer wieder.


Hinterlasse einen Kommentar

kleine Arbeit, große Arbeit, ABM für Alle.. Druck und Zwang contra Wahlfreiheit?

„Mit der Einführung von Hartz IV schaffte es gerade eine angebliche Linksregierung aus Sozialdemokraten und Grünen, Millionen von Menschen ihrer Würde zu berauben und Nachschub für den Billiglohnsektor zu schaffen. Zudem wurde ein Klima der Angst geschaffen – die Angst vor dem sozialen Abstieg in ein stigmatisiertes Leben“.. schreibt Marco Maier auf

http://www.contra-magazin.com/

weiter heißt es:

„Wer erst einmal ganz unten ist, dem wird in Deutschland Dank Hartz IV der soziale Wiederaufstieg massiv erschwert. Behördenwillkür, die kompette finanzielle Durchleuchtung und extremer psychischer Druck auf die Betroffenen sorgen dafür, dass ein Ausweg extrem schwierig ist. Betroffene müssen jeden Job annehmen, auch wenn sie dafür extreme Wegstrecken zurücklegen müssen und sich der gesamte Aufwand dafür eigentlich gar nicht lohnt.“

Zum ganzen Artikel hier lang ->

Ich erinnere mich noch gut daran als Herr Boes bei Frau Maischberger zu Gast war und eine Putzfrau mit Ihm eingeladen war die für kleines Geld sehr viel gearbeitet hat um über die Runden zu kommen. Diese wurde nun regelrecht als Heldin dargestellt im Gegensatz zu Herrn Boes der sich nun wirklich einsetzt für eine Verbesserung für alle Menschen.

Ja, die braven Bürger sind die, die mitmachen. Das heißt für kleines Geld viel Arbeiten, am besten mehrere Jobs haben damit Sie keine Aufstockung beantragen müssen. Und ja wenn Sie es nicht machen würden, dann würden sich bestimmt Ausländer aus dem Ostblock finden die diese Billigjobs machen. So bleibt es bei den miesen Beschäftigungsverhältnissen und dem stolz drauf für seine paar Piepen auch gaaanz viel zu tun und damit ja ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu sein.

Und eben genau dahin treibt z.B. Hartz4 die Menschen, aber die Leute die eben für so wenig Geld arbeiten erhalten diese Jobs auch am Leben. Solange es Menschen gibt die diese unterbezahlte Arbeit machen solange gibt es dieses Jobs und solange ist das auch kein Thema in der Politik. Is ja alles schön aufgeräumt. Und ein Bürger der hart arbeitet hat wenigstens keine Zeit mehr zu protestieren oder sich auch nur mal Gedanken zu machen.

Trotzdem denke ich braucht es eine gewisse Einstellung um so etwas mit zu machen. Und ich kenne diese Einstellung gut weil auch ich in Ihrem Geiste erzogen wurde. „Brav sein, Anpassen, Flexibel, Arbeit ist das wichtigste, Hauptsache Arbeit, Arbeit macht einen ordentlichen Menschen aus Dir, wer nicht arbeitet soll auch nicht essen, .. “ so die Stichworte. Ja, das Leben ist schwer! Das ist der Tenor.  So eine Denke sieht das Leben eher als Leiden und sich selbst als nicht handlungsfähiges Opferlamm. Die eigene Beteiligung durch Schweigen und stilles Erdulden wird nicht wahrgenommen.

Und ja das System ist „dankbar“ dafür, denn so wird die Durchführung nicht weiter aufgehalten oder behindert. ich weiß nicht ob diese Einstellungen im Osten mehr verbreitet sind als im Westen, aber ich könnte es mir gut vorstellen. Eine Diktatur wie die DDR prägt, auch die Nachfolgegeneration, und auch gewisse Prägungen durch die NS Zeit schimmert durch – noch sitzen ja an den meisten ausschlaggebenden Stellen die Kriegskinder.

Jeder der da nicht mitmacht stört den Ablauf. Und so kommt man mit Hartz4 irgendwie durch, aber sobald man auch nur die leisesten Zweifel oder auch eigene Ideen oder selbstverantwortliche Initiative zeigt oder man sich gar getraut krank zu werden, ist es vorbei. Dann kommt das System und versucht Dich zu regulieren mit Zwangsmaßnahmen, Kürzungen/Sanktionen und eben den oben genannten: Druck machen.

Erziehungsmaßnahmen für Erwachsene, die ich persönlich ablehne. Ich halte auch generell nichts von Erziehung oder Konditionierung – ich denke darüber sollten wir Menschen in einem Land der Denker und in einem Land was sich die „Freiheit“ so groß auf die Fahnen schreibt schon längst drüber sein. Das Wort Kultur wird vielerorts so frei ausgesprochen, dabei könnte man meinen das es inzwischen ein Fremdwort ist.

Allein wenn dieser Habitus wegfallen würde wäre großes gewonnen. Einfach wirklich mal auf Augenhöhe. Einfach mal die Realität von Arbeit und Billigjobs heute anschauen. Einfach mal merken das Wir heute das Jahr 2015 schreiben und nicht 1980… das System Hartz 4 ist ein veraltetes, die Realität nicht wahrnehmendes und Menschenverachtendes System und es ist einfach mehr als absurd das dies nun gerade in unserem Land als Grundlage eines „Sozialstaates“ fungiert. „Sozial“ hat was mit Gemeinschaft und Dazugehörig zu tun, das scheint vollkommen in Vergessenheit geraten zu sein. Denn in welche Richtung bewegt sich das ganze, wenn nicht in eine Richtung der immer größeren Spaltung.

Wer einmal in Hartz 4 landet, und das geht manchmal recht schnell, hat es schwer. Das ist wie ein Brandzeichen. Man ist täglich damit beschäftigt über die Runden zu kommen. Druck und Dauerstress machen krank. Am besten stillhalten, bloß nicht leben, das kostet extra und vielleicht geht dabei auch was kaputt was nicht ersetzt werden kann. Und Gesundheit ist schwierig zu bezahlen, das geht bei einer Brille los, einer gesunden Ernährung weiter, und endet nicht bei den Zähnen oder nicht mehr von der Krankenkasse bezahlten Medikamenten. Was ist mit Teilhabe an Gesellschaft, Bildung und Kultur?

Eine Nebenselbstständigkeit/der Aufbau einer eigenen Einkommensquelle ist ohne Ersparnisse so gut wie unmöglich und wird nicht unterstützt, eine volle Selbstständigkeit nur minimal. Statt Vorschläge von Arbeitsplätzen, die es ja laut Arge überall geben soll, bekommt man Zuweisungen zu „Maßnahmen“ damit der Mensch aktiviert wird. Heute heißt das nicht mehr 1 € Job ist aber dasselbe nur für 1,75 € die Stunde, gerne mal am anderen Ende der Stadt, man bekommt ja die 1,75 € um die Monatskarte dorthin zu bezahlen. Wo Mensch dann meistens entweder irgendwelche Pseudojobs ausübt oder Jobs die eigentlich richtige Arbeitsplätze wären die aber keiner bezahlt/bezahlen kann, „angeleitet“ von anderen Menschen, die dafür seltenst qualifiziert sind. Das ganze läßt einen immer wieder den Eindruck gewinnen das Arbeitslose kein Leben vor der Arbeitslosigkeit hatten und auch sonst selber alleine nichts auf die Reihe kriegen und deshalb Anleitung bräuchten.

Statt ABM (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) gibt es seit geraumer Zeit nun die Bürgerarbeit, oder wer will auch den Bundesfreiwilligendienst. Dafür ist der Hartz4 Empfänger gut genug. Wenn er sich aber selber etwas aufbauen möchte und für seine Arbeit auch einen gerechten Lohn erhalten will, dann wirds schwierig. Der Hartz4 Empfänger als solcher soll ja nicht wollen sondern tun was das Amt will – ups das heißt ja jetzt Agentur (schon länger und einfach lachhaft).

Dieser 2. Arbeitsmarkt wurde mit dem Gedanken geschaffen lieber Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren, leider ganz schlecht umgesetzt. Seit es Hartz4 gibt entstehen zur Verwaltung und „Verschickung“ sowie Anwendung dieser Arbeit auf dem 2. Arbeitsmarkt (was bitte?) Zwischenfirmen die schön absahnen. Und der arbeitslose Bürger verschwendet seine Lebenszeit – sicher gibt es Außnahmen. Aber solange dieser Sektor nicht auf Freiwilligkeit basiert bleibt es im Grunde nichts anderes als eine ABM im negativsten Sinne. Hauptsache raus aus der Statistik, und Geld für die die sich dem System anbiedern oder sogar Hilfestellung in der Umsetzung leisten. Wieviel von den Kosten die laut Statistik für Hartz4 ausgegeben werden bekommen wohl die Angestellten der Agentur für Arbeit und diese Zwischenfirmen die pro Arbeitslosen akkassieren, während der Arbeitslose weiter für nen Hungerlohn machen soll und muß was man Ihm sagt damit er nicht Sanktioniert wird und damit weit unterhalb der Armutsgrenze leben müßte? Ja, es gibt in Deutschland die wg. Sanktionen hungern und frieren. Und das hilft ja ganz bestimmt dabei eine Arbeits zu finden. Und das ganze System des Hartz4 ist so aufgebaut das man im grunde damit sehr gut beschäftigt sein kann Hartz4 Empfänger zu sein, anstatt sich um die Sachen kümmern zu können die wirklich wichtig wären.

All das geht an der Realität von Arbeit vollkommen vorbei. Denn mit vielen „Pseudoarbeitsstellen“ ist man trotzdem noch irgendwie gefördert und Hartz4 BezieherIn, und hat in seinem Lebenslauf viele sinnlose, oft wenig berufsrelevante Arbeitseinsätze stehen, so das am Ende kein Arbeitgeber Lust hat gerade diesen Menschen einzustellen. Arbeit ist ja nicht gleich Arbeit, nicht wahr?

Wenn z.B. wirklich Projekte und Einrichtungen bei denen ständig gekürzt wird, finanzielle Förderung erfahren würden könnte diese auch die entsprechend ausgebildeten Leute wieder einstellen und diese hätten auch Ihre Würde zurück weil Sie einem regulärem Beschäftigungsverhältnis nachgehen könnten. (Im Bereich Soziales, Kultur und Bildung wird ja immer wieder immens gekürzt).

Keine Zwischenfirmen wo Machtversessene sich freuen andere runterzumachen und dafür Geld vom Staat zu kassieren, keine moderne Sklavenhaltung und „Bürgerarbeit“ die den Begriff verdient, sowie auch echte Freiwilligendienste, die eben nicht darauf basieren besser das als eine Maßnahme etc. Eine Eingliederungsvereinbarung, in welcher man ja allem zustimmen muß, ist am Ende auch nichts anderes als ein Knebelvertrag. Und der Antrag auf Hartz4 erinnert mich stark an Faust (die Seele an den Teufel verkaufen), der Rest kommt mir eher Kafkaest und Absurd vor. Schon allein weil bei sovielen Anträgen und Klärungen mit dem Amt immer wieder Fragen zu beantworten sind denen die Erwartung zu Grunde liegt das sich das Leben einem schiefen System wie Hartz4 doch bitte mal anzupassen habe.

Jedem Bürger wird doch per se eine Mündigkeit zugesprochen, ist ein Grundrecht von Geburts an. Dieses Land soll eine Demokratie sein, im Grundgesetz steht was von freie Wahl, aber wo bitteschön existiert das alles denn im Hartz4 System?

M.F.

 

 

 


2 Kommentare

Pegida demonstriert in Dresden

Die Montagsdemos leben wieder auf. Auf eine absonderliche und irgendwie gruslige Art und Weise. Es hat eine Weile gebraucht bis ich davon Wind bekommen habe. Nun nach der Recherche und dem lesen unzähliger Artikel, in Web und Print und der Konsumierung der ungekürzten Interviewes der ARD ein paar Zeilen von mir dazu.

Die Pegida demonstriert gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ – AHA. Das dies alles sehr rechts orientiert ist wurde an allen möglichen Stellen erörtert. Die Dresdner DNN schreibt dazu auch das der Chef des Meinungsforschungsinstitutes Forsa zu dem Ergebniss kommt das es wohl weniger Bürger aus der Mitte, hier als abtrünnige EX CDU Wähler bezeichnet, sondern eher Menschen aus der Ecke des AfD und der NPD und ähnlichen Vereinigungen (wie z.B. Burschenschaften) sind, die da auf die Straße gehen.

Nun sieht man den Leuten natürlich meistens nicht an was Sie wählen, aber so die üblichen Gesichter (eher an Ihren Attitüden und Sprüchen zu erkennen) der eher rechts gerichteten Bürger und der ganz rechten Gruppierungen sind zu erkennen. Aber genauso sehe ich ganz normale Bürger, die vielleicht inzwischen auch rechts wählen (was mich nicht wundert, denn da wo andere Parteien Ihren Platz nicht einnehmen sind die Rechten ganz schnell da und besetzen den Platz) oder immer noch bei der CDU rumdümpeln, die ja auch nicht grade für Ihre integrativen Ansätze bekannt ist, man weiß es nicht. Wenn ich mir allerdings die Leute so anschaue, mir anhöre was Sie zu sagen haben und vor allem die stark angestiegenen Mitläuferzahl (letzte Woche 15000) anschaue kann ich mir nur schwer vorstellen das hier rein Rechts orientiertes Publikum zu sehen ist.

Ich denke das die Politik und auch die Presse (die schon in den ARD Interviews manchmal einen leicht abfälligen Ton anschlagen) sich die Sache viel zu leicht machen wenn Sie das ganze nur als: nun sagen wir mal ausländerfeindlichen Aufmarsch bzw. rechtspopulistische Demo betrachtet.

Mein Eindruck ist der, das hier einfach was nach oben bricht was schon sehr lange schwelt und was mir an diesem Punkt auch klar macht warum die Linke immer wieder radikal Links wird, denn da wo es laut ist kucken die Leute hin. Die leisen sanften Stimmen die sich wirklich für Frieden engagieren, wie z.B. das montägliche Treffen der Dresdner Friedensmahnwache hat nur sehr geringen Zulauf, der vielleicht jetzt langsam größer wird oder sich mit anderen Aktionen für eine weltoffene und tolerante Stadt zusammentun könnte. Ich frag mich grade ob die Leute die bei Pegida mitlaufen im Februar bei den Gedenkveranstaltungen mitmachen oder gar den Naziblockaden oder ob die dann auch mit den Rechten mitlaufen?

Ich denke die Masse die sich bei Pegida mitbewegt ist eine einerseits ziemlich dumme Masse, die gar nicht wirklich begreift für was Sie da eigentlich grade mitlaufen, vielleicht ist es Ihnen auch egal, denn es geht ja darum Aufmerksamkeit zu bekommen, und das klappt hier, und auf der anderen Seite eine Masse, die die Nase voll hat von der Politik und Ihren Beschlüssen. Und in Dresden ist da nun mal ganz viel CDU dabei, weil Diese die Stadt erstaunlicherweise immer noch fest in der Hand haben, und da wird gekürzt was geht, sei es in der Jugendarbeit oder im Kulturbereich, da wird Gentrifizierung vom Feinsten betrieben, Urteile von Sozialgerichten über Jahre verschleppt aber Geld für zurecht getrimmte Studien über bezahlbaren Wohnraum ausgegeben etc. Könnte man jetzt lange Listen schreiben. Bürgerfreundlich oder Gemeinschaftlich, Förderlich und Integrativ ist aufjedenfall was anderes. (Manchmal frag ich mich ob der Begriff Bürger bei der CDU eigentlich heißt Menschen mit Geld, die anderen sind wohl alle nur „Kunden“). Und nun wundern sich alle das die, die auf der Straße sind ähnliches Kundtun, nur eben von der anderen Seite. (SPD und FDP sind nicht besser)

Mich wundert es seit geraumer Zeit das es so lange still ist auf Deutschlands Straßen. Das Deutschland sich auch aus meiner eher Linken Sicht der Dinge einfach mal um seine Angelegenheiten kümmern sollte, das man erst vor der eigenen Haustür kehrt bevor man sich woanders einmischt, und das tut Deutschland sehr oft mit Waffenexporten, Einmischung in Krisengebiete, Außenpolitik und Bundeswehreinsätzen sonstwo – damit auch Urheber oder zumindest Mitwirker bei den Konflikten die nun jede Menge Flüchtlinge herbringen. Deutschland in dem das Wort Freiheit eine so große Bedeutung hat aber der Bürger im Grunde, vor allem der aus Mitte und Unten, ein geknechteter ist – und es manchmal nicht mal mehr kapiert das es so ist und stolz seinen unterbezahlten Job nachgeht – bis Ihn dann später die Menschen aus den Nachbarländern noch günstiger erledigen. Ein Staat, der von sich behauptet eine Demokratie zu sein die sich dem Grundgesetz verschrieben hat, aber in Wirklichkeit jede Menge Menschen schon längst an die Peripherie und in übelste prekäre Verhältnisse gedrängt hat. Für Hartz4 Empfänger gelten die Grundgesetze nicht, aber wen irritiert das schon. Zur Armutspolitik gibts inzwischen unzählige Bücher, sei es zum Thema Rente, die für meine Generation nicht mehr vorhanden sein wird, sei es das Thema Bildung was in uralten Schuhen steckt und in veralteten Systemen von hier nach da geschoben wird, das marode Gesundheits (Pflegesystem)und eben das ganz große Thema Arbeit, Mindestlohn, Arbeitslosigkeit etc. Ich frag mich schon lange was das eigentlich werden soll. Nicht nur wird extrem kurzfristig gedacht, nein, es wird auch das Potential was vorhanden ist nicht nur nicht gefördert, sondern kaputt gemacht. Was für Chancen hat man in unserem Land eigentlich noch außer man hat die entsprechende Kohle?

Beim Michael Bittner, einem Dresdner Autor meldet sich ein Micha Schmitt zu Wort und zählt die Ängste auf um die es geht. Die Menschen haben Angst. Und darum laufen Sie mit bei so einem Aufmarsch – und die die den Aufmarsch organisieren sind geschickt das Motto passend zu verkaufen. Mei, wie viel Weltliteratur gibt es, die genau das erzählt, nämlich das es jemand braucht der Schuld dran ist, und darüber das wenn die Masse rollt Sie die Dinge mit sich zieht. Und neben den Islamisten und den Wirtschaftsflüchtlingen (O Ton Interview) sind das schon auch die Politiker, und vorallem die Art der Politik die Sie betreiben. Eine Politik die von Grund auf vergisst das JEDER Politiker ein Volksvertreter ist, und ein Schritt den die Politik tun könnte wäre der, mal einen Schritt unters Volk zu tun und es wieder kennen zu lernen. Mal zu schauen was eigentlich Realität ist, und was bei den Dingen die Sie da verzapfen so am Ende rauskommt. (gewisse Linke Politiker schließe ich hier aus, bei den Grünen blick ich nicht mehr durch).

Den Demonstranten würde ich gern sagen: seid Dankbar das Ihr in einem Land geboren seid wo es nicht nötig ist zu fliehen um zu überleben. Und irgendwo las ich den Vergleich mit dem Jesuskind: Ja auch eine Flüchtlingsfamilie. Bei wieviel Menschen wohl eine Krippe unterm Weihnachtsbaum steht. Und woher kommt eigentlich das Christentum? Und heißt es nicht Christlich Demokratische Union, ach ne das sind ja alles Rechte die da mitlaufen. … ich vergaß. X weitere Themen über die es sich nachzudenken, zu lesen und zu schreiben lohnt. Ich wünsch mir jetzt allerdings erstmal eins, und zwar das dieser ganze Aufmarsch ernst genommen wird  und das nicht nur mit dem Blick „das sind alles Rechte“ – und damit das Thema auch schon wieder in der Box wäre. Ja mir wird auch schlecht wenn ich Sprechchöre höre: „Wir sind das Volk“, aber das ist natürlich etwas was die Masse kennt und wo Sie drauf anspringt. Die Rechten sind ja nicht blöde, die wissen wie Sie die Leute rankriegen. Das einzige was dagegen hilft ist Aufklärung und Bildung.

M.F.

 

 

 


Hinterlasse einen Kommentar

Bildungsauftrag der öffentlich rechtlichen Sender

Gibt es diesen Bildungsauftrag eigentlich wirklich? Wenn ja, wo steht er geschrieben? Wirklich vorhanden scheint er nicht zu sein, was allein das Programm von ARD und vorallem auch ZDF immer deutlicher beweisen.

Wofür aber bezahlen wir dann eigentlich GEZ? Für noch und nöcher Kochsendungen, mit Nahrungsmitteln die sich eher die Oberschicht leisten kann? Achso, ich vergaß, Bildung hat ja eh nur der, der Geld hat. Daneben die immer gleichen Sendungen über das 3. Reich und deren einzelne Personen in Dauerschleife. Sinnlose Soapoperas und dümmliche Landserien. Dabei haben wir doch schon genug von dem Mist auf den privaten Sendern.

Warum gibt es eigentlich noch keine Konkurrenzshow zu Germanys Next Top Model? Einer Show wo es nicht nur um das Aussehen von Mädels geht, sondern um das was Sie sonst so können. Wo ist das Thema Feminismus? Und wo geht es überhaupt noch um Kultur. Nicht nur Berliner, sondern Deutschlandweit? Wozu gibt es SchickiMikiAnzieh Sendungen?

Die ARD hat leichten Vorsprung, da zumindest dort gesellschaftliche Themen wie Arbeitslosigkeit, Wende, Altenpflege, Alkoholismus etc. angesprochen werden. Soziale Themen also die zur Bildung uneingeschränkt dazu gehören.

Aber auch hier immer wieder jede Menge SchmonzetenTV. Nun gut, ich hab seit vielen Jahren keinen Fernseher mehr, schaue aber hin- und wieder, wenn ich mal was finde in der Mediathek ausgesuchtes an.

Und was ich übrigens ganz schlimm finde sind diese unausgegorenen Talksendungen. Wenn Herr Beckmann z.B. jetzt endlich mal aufhört, dann Gott zum Gruße. Sag ich nur Danke. Ganz schlimm sind die Politiktalks die zu rein garnichts führen und aus denen mehr als Polemik nicht rauszuholen ist. Ahoi. Wofür die Sender Geld ausgeben gruselt mich.

Zum Glück gibts Bücher. Ps.: Das Radio könnte auch vielseitiger sein. Aber hat doch oft spannende Features im Programm.

Die Zeit hat sich dazu schon 2010 positioniert. Geändert sich bis jetzt nichts zum Besten.

Wie könnte Bildungsfernsehen aussehen? Die Sendung mit der Maus für Erwachsene wär super, und die Guten Filme nicht so spät. Mehr Dokus zu vielfältigeren Themen z.B. Oder eine Sendung in der jede Woche ein anderer aktueller Politiker oder überhaupt Menschen in Deutschland, vorgestellt werden. …

Ach, beim Spiegel gabs noch nen Artikel zum Thema: zuviel Geld zuwenig Leistung