Leben teilsaniert – Private Politics


3 Kommentare

Award

libFür meine anderen Blogs nehme ich ja keine Awards mehr an, aber hier für „teilsaniert“ sehr gern, der is ja noch so klein und auch noch nicht so alt. Nomoniert wurde ich von Christel und Ihrem Blog Jobcenteraktivistin.

Es gibt 10 Fragen von Ihr, ach ne 11 sogar  :-)

1. Welches Thema hat Dein Blog und aus welchem Grund hast Du damit angefangen?

Dieser Blog dreht sich um soziales und politisches und den auswirkungen auf das private
2. Hat sich Dein Blog im Lauf der Zeit verändert? Wie?

Ne, er ist ja noch in den Kinderschuhen, aber absehbar ist das es persönlicher werden wird, zumindest so der Plan
3. Über was wolltest Du schon immer mal schreiben?

Politik, Randthemen, die Peripherie, die Schatten(seiten)
4. Welcher Blogbeitrag ist Dir besonders gut gelungen? Und welcher gar nicht?

Hier übe ich noch ganz allgemein auf diesem Blog, und auch sonst ist das ja sehr subjektiv, wenn ich etwas als nicht gelungen empfunden würde, arbeite ich eben weiter dran bis es ok ist
5. Was hast Du beim Bloggen gelernt?

Bloggen hat für mich viel mit Selbstfindung zu tun, einem Zwiegespräch mit mir Selbst und allem was da so in meinem Kopf Karusell fährt, von daher kann ich das so nicht auf einen Punkt bringen, es ist einfach eine Erfahrung, und sicher auch ein üben was das Schreiben angeht. Manchmal ist der Kopf ja auch so voll und kaum will man es aufschreiben kommt da nix mehr
6. Welche Reaktion hat Dich am meisten gefreut?

hier freuen mich alle Reaktionen die nicht negativ sind, da der Blog ja noch sehr unbekannt ist,a ber auch bei meinen anderen Blogs freue ich mich eigentlich über alle Kommentare
7. Hat das Bloggen eine Rückwirkung auf Dein Leben, und wenn ja, welche?

Ja, nette Kontakte, ein an Themen dranbleiben, sich selbst klären, es ist ein bisschen wie eine Tradition die einfach dazugehört auch wenns manchmal in Arbeit ausartet. Und wie gesagt das schreiben „üben“.
8. Was gefällt Dir an anderen Blogs?

Ich mag es wenn kritisch hinterfragt wird, oder beiträge aus der Masse herausstechen, ich mags wenn leute auf den Punkt kommen und ich mag auch Sachen die einfach nur schön sind oder mich inspirieren.
9. Was war Dein schönster Blog-Moment?

da fällt mir nicht wirklich was ein, kürzlich habe ich mich aber sehr gefreut als mein „Wolle“Blog schon 5 Jahre wurde.
10. Hast Du en Vorbild, ob beim Bloggen oder im Leben? Wen?

Nein nicht direkt, aber es gibt sicher einige Persönlichkeiten die ich bewundere oder von denen ich mir gern ne Scheibe abschneiden würde…Menschen die Dinge klar benennen und Ihre Wahrheit kundtun, das finde ich grade in unserer Zeit sehr wichtig, auch das politisch sein und sich für Demokratie einsetzen und vorallem für Freiheit.
11. Hast du ein Lieblings-Zitat oder einen Spruch, den Du gerne magst? Sag mal

Oh da hab ich glaub ich ganz viele, aber vor Schreck fällt mir grad gar keiner ein, ei..muß ich nachtragen

einen poste ich mal den mag ich sehr

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so der nächste Schritt sind dann Nominierung und 11 neue Frage, uiui da muß ich mich jetzt mal ransetzen, kommt also noch.

Hier schon mal die Regeln:

  • Erstellt ein Blogpost, und verlinkt darin auf das Post, in dem Ihr nominiert wurdet (also dieses).
  • Kopiert das Emblem oder holt euch ein anderes aus dem Netz und stellt es auf die Award-Seite.
  • Beantwortet die 11 Fragen, die euch gestellt wurden, und stellt das Interview auf Eure Seite. Wer mit den Fragen gar nichts anfangen kann, darf sie gegen Fakten über sich selbst oder den eigenen Blog austauschen.
  • Nominiert zwischen 2 und 11 neue Blogger, die ihr gerne weiterempfehlen wollt, und stellt die Nominierten auf Eurer Seite vor.
  • Kopiert die Regeln und stellt sie ebenfalls auf euren Blog.
  • Denkt euch 11 neue Fragen für die Blogger aus, die ihr nominieren wollt, und stellt die Fragen auf euren Blog.
  • Gebt den jeweiligen Bloggern eure Nominierung persönlich bekannt.

Merci, Liebe Grüße


Ein Kommentar

Sanktionsfrei.de

Gestern ist eine ganz tolle Crowdfunding (eine Gruppe sammelt Geld) Kampagne an den Start gegangen. Ich hatte vorher schon die Werbung mitbekommen aber dachte mir jetzt nicht das da so mega was tolles passiert weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte was da jetzt so krasses möglich wäre. Als ich dann gestern die Pressekonferenzankündigung bei Fb gesehen habe hab ich aber reingeschaut und war so sehr berührt das mir die Tränen gekommen sind.

Die Aktion heißt Sanktionsfrei.de und wird von Michael Bohmeyer von MeinGrundeinkommen, Inge Hannemann – wer kennt Sie nicht, und einem Anwalt Dirk Feiertag, der bei der Erwerbslosenhilfe aktiv ist, ins Leben gerufen. Es wird nun auf Startnext Geld gesammelt, eben mit der Crowdfundingkampagne. Wenn 75.000 € zusammen gekommen sind wird die Aktion starten, das Ziel sind 150.000 €.

Hier könnt Ihr spenden https://www.startnext.com/sanktionsfrei jeder Euro zählt

Und hier gibt es die Pressekonfernz zum anschauen ->

Warum ist das jetzt so toll. Das ist nicht nur toll, das ist Hammer, Mega, Genial, weil endlich Solidarität im großen Stil stattfinden kann für ALLE die es brauchen. Ich finde alleine die Idee das man sich an jemand wenden kann der mir praktisch hilft und nicht nur theoretisch – denn wer war noch nicht überfordert von Fomularen und Papierkrieg der Arge – phantastisch.

Außerdem muß es mehr Klagen geben um dieses System zu ändern oder zu stürzen, auch das wird mit dem Projekt geschehen weil es praktische Unterstützung dafür gibt und auch Rechtswidrigkeiten viel schneller aufgedeckt werden können (neben der meiner Meinung nach eh grundsätzlichen Grundgesetzwidrigkeit von Hartz4)

Außerdem fantastisch ist das was Micha B. im Video sagt: die Aktion bietet den Hartz4 Empfängern einen Schutzraum.

Das schlimme am Hartz4 System sind ja die Drohungen, die Erziehungsversuche einer Behörde gegen den Bürger, das Druck machen und Angst verbreiten. In jedem Brief von der Arge steht eine Drohung drin. Schon bevor überhaupt was stattgefunden hat wird man unter Druck gesetzt. Und damit bedroht das die eh schon sehr enge finanzielle Existenzgrundlage noch gekürzt werden soll. Kürzung also Sanktion heißt immer das es unter das Existenzminimum geht. Folge ist oft Schulden machen, nichts zu Essen, keine medizinische Hilfe, Wohnungslosigkeit usw.

Viele Hartz4 Empfänger sind inzwischen total mürbe, ausgelaugt, krank, fertig, mutlos… diesen Menschen möchte die Aktion Mut machen, und Sie möchte vorallem direkt unterstützen.

Einfach genial. Bitte teilt das, macht Werbung, jeder Euro zählt.


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Arm aber Sexy – Theater zum Thema Hartz4

Premiere
Alina Müller glänzt in Klassenzimmerstück „Arm aber sexy“

Hartz IV, das klingt wie HIV oder wie Parkinson – wie so eine ekelige, ansteckende Krankheit, die man nicht mehr loswird, wo jeder gleich Bescheid weiß. Melanie Nikita Frisinger alias Alina Müller stapft durch die Stuhlreihen, brüllt, flucht, zerrt am knallgelben Kapuzenpulli.

Jugendarmut als Theaterstück: Arm, aber sexy

Seit gut einer halben Stunde geht das so, sie ist laut und rotzig und sie nimmt die Klischees und das Hartz IV Stigma und setzt sich oben drauf. Denn die 16-Jährige Kim Mik, so der Künstlername für ihren Youtube-Channel, will mehr vom Leben. Und sie will, dass ihre Mutter wieder Arbeit findet. Das erklärt sie auch den Achtklässlern des Mariengymnasiums Jever, die Teil des Klassenzimmerstücks „Arm aber sexy“ von Jörg Menke-Peitzmeyer sind. Am Dienstag fand an der Schule die Premiere des Stücks der Landesbühne Niedersachsen Nord aus Wilhelmshaven statt. Es soll noch in dutzenden Schulen aufgeführt werden.

„Ich hab’ mal den Leuten ne richtig schöne Weihnachtsgeschichte aufgetischt: wie meine Mutter ihren Job verloren hat“, sagt Kim Mik und schaut den Schülern direkt in die Augen. „Is’ nich’ so schön, oder?“, fragt sie.

Der Youtube-Channel, auf den sie ein Typ vom Fernsehen gebracht hat, soll ihr jetzt Geld einbringen, genauer: 472 Euro. Damit könnte sie nämlich die Schulden der Mutter begleichen, die ihren Job verloren hat, weil sie das Geld aus der Kirchenkollekte genommen hatte, um mit der Familie ein richtiges Weihnachtsfest feiern zu können.

Draußen sieht Kims Leben in Armut vielleicht nicht danach aus, die Fassade ist gut und wird aufrecht erhalten. Was sich dahinter tatsächlich verbirgt, das will niemand sehen. „Es war spannend das aus der Ich-Perspektive erzählt zu bekommen, so habe ich das noch nie erlebt“, sagt hinterher ein Schüler. „Die wahren Geschichten sind die, die keiner hören will“, sagt Alina Müller. „Das Thema Kinderarmut ist extrem aktuell, auch in Wilhelmshaven. Und durch die Spielweise ist man nah an den Schülern“, sagt Regisseurin Romy Lehmann, die mit dem Klassenzimmerstück ihr professionelles Regiedebüt gab. „Sehr gut, willkommen im Team“, sagt Intendant Olaf Strieb.

Text von:

Freie Hartz IV Presse